EMS Training

EMS steht für Elektromyostimulation. Die Elektromyostimulation der quergestreiften Skelettmuskulatur stellt ein wichtiges Verfahren im Rahmen der Elektrotherapie, also der medizinischen Anwendung des elektrischen Stroms dar. Bei der Elektromyo-stimulation werden Oberflächenelektroden verwendet, die eine unwillkürliche Reizung der Muskulatur über die versorgenden Nerven zur Folge hat.

Durch dieses Verfahren werden in kürzester Zeit objektive und subjektive Ergebnisse erzielt. Egal was Sie für ein Ziel verfolgen, ob Muskelaufbau- oder Ausdauertraining, Gewichtsreduktion oder die Straffung des Unterhautgewebes, das EMS-Training ist anpassungsfähig.

 

EMS im Sport

Die therapeutischen Vorzüge künstlicher Muskelstimulationen sind schon seit längerem bekannt. 1971 griffen Wissenschaftler den Ansatz der Muskelstimulation auf und stellten bei Sportlern fest, dass alle Probanden einen Kraftzuwachs von 30 bis 40 Prozent aufwiesen. Das besondere hieran war, dass dies mit minimalen psychisch-physischen Anstrengungen in kürzester Zeit geschah. Folglich stellte sich die Elektromyostimmulation als anerkannte Trainingsmethode heraus und wurde als zusätzliches Trainingsmittel für ausgewählte und wichtige Muskeln in Betracht gezogen.

Heutzutage wird das EMS-Training nicht nur von vielen Profisportlern gerne als Zusatztraining genutzt, sondern auch in der Rehabilitation, nach Operationen, gegen Rückenbeschwerden, gegen Inkontinez, zur Beseitigung von Dysbalancen u.v.m., findet das EMS-Training einen Zugang.

 

Stimulationsparameter beim EMS

Impulsfrequenz
Die Impulsfrequenz entspricht der Anzahl der Einzelimpulse pro Sekunde. Ein Impuls führt zu einer Muskelzuckung. Ab einer bestimmten Anzahl von Muskelzuckungen können jedoch keine Einzelbewegungen unterschieden werden. Wissenschaftlich spricht man hier von einer tetanischen Kontraktion, welche auf verschmelzung vieler einzelner Muskelzukungen beruht. Wird nun die Impulsfrequenz sukzessive gesteigert, so ist ein Anstieg der von den Muskelfasern entwickelte Muskelkraft festzustellen.

Kontraktionsdauer
Als Kontraktionsdauer wird die Zeit bezeichnet, in der die von der Impulsfrequenz bestimmten elektrischen Stromimpulse wirken und den Muskel in den verkürzten Zustand halten.

Pausendauer
Die Pausendauer bestimmt im Wesentlichen den Grad der Erholung. Die Größe dieses Parameters ist von der Arbeitsart abhängig, welche hauptsächlich mittels Impulsfrequenz und Kontraktionsdauer den Muskelfasern auferlegt wird.

Wiederholungszahl
Mit diesem Parameter wird die Menge beziehungsweise Anzahl der Kontraktionszyklen programmiert. Darüber hinaus richtet sich die Zahl der Wiederholungen natürlich nach dem Trainingsziel.

Richtwerte zur Einstellung der Wiederholungszahl:
200 - 400: aerobes Ausdauertraining

70 - 100: anaerobes Ausdauertraining
30 - 50: allgemeines Krafttraining
5- 12: Schnellkrafttraining

Impulsstärke
Die Impulsstärke ist ein wichtiger Parameter zur Regelung der räumlichen Rekrutierung, das heißt der Anzahl der angeregten Muskelfasern. Je kleiner der in der Elektronik als Stromstärke bezeichnete Quotient aus elektrischer Ladung und Zeit eingestellt wird, umso geringer ist auch das Maß der in Erregung versetzten Muskelfasern. Die Erfahrung zeigt, dass zum Erreichen einer möglichst hohen Faserzahl ein Wert zwischen 40 und 85 mA gewählt werden sollte.

 
     
2004 - 2009 CUERPO - Individuelles Körpertraining