Auch Whole Body Vibration (WBV), Beschleunigungstraining
oder stochastisches Resonanztraining genannt, ist eine Trainingsmethode,
bei der die übende Person auf einer vibrierenden Platte
steht, die in einem Frequenzbereich von etwa 5 bis 60 Hz vibriert.
Dabei werden Dehnreflexe der Muskulatur ausgelöst und
Muskelkontraktionen ausgelöst. Vibrationstraining wird
in einer Vielzahl von Bereichen (Leistungssport, Fitness,
Rehabilitation, Medizin, Vorsorge, Beauty) angeboten und zur
Leistungssteigerung der Muskulatur und zur Verbesserung von
Koordination und Gleichgewicht eingesetzt.
Wirkung
Zur Wirkung des Vibrationstrainings gibt es zahlreiche Studien.
Durch Vibrationen oberhalb einer Frequenz von etwa 12 Hz werden
Dehnreflexe ausgelöst und somit Muskelkontraktionen ausgelöst,
welche die Leistungsfähigkeit der Muskulatur (hauptsächlich
Typ II Fasern (FT-Faser), auch "schnelle Muskulatur"
genannt) steigern und dem Knochenabbau entgegenwirken.
Studien
Vibrationstrainingsgeräte sollen am Knochen zu leichten
elastischen Verformungen führen und sein Wachstum stimulieren.
Bereits fünf Minuten täglich sollen ausreichen,
um dem Knochenschwund bettlägeriger Patienten über
acht Wochen von 4,6 Prozent auf 0,6 Prozent zu reduzieren
und den Muskelabbau zu verhindern. Bei Volleyballspielern
oder bei Feldhockeyspielerinnen konnte innerhalb von drei
Monaten eine Steigerung der Sprunghöhe von bis zu 10
Prozent erreicht werden. Bei einem 12-wöchigen Vibrationstraining
konnte der Blutzuckerspiegel bei Diabetes mellitus Typ II
verringert werden. Erste positive Erfahrungen gab es bei Patienten
mit zerebralen Bewegungsstörungen. Bei älteren Menschen
wurde eine Steigerung der Leistungsfähigkeit und Koordination
erreicht.